85 Jahre Barmer Theologische Erklärung

... dass der Ton nicht verhallt sein möge

Mutige Worte waren es, die da vor 85 Jahren in der Gemarker Kirche in Wuppertal-Barmen verabschiedet wurden. In der Rückbesinnung auf das reformatorische Erbe fanden die Synodalen 1934 zu einem Bekenntnis, das über konfessionelle Grenzen hinweg dem Machtanspruch der „Deutschen Christen“ die Stirn bot und wegweisend die Richtung der Bekennenden Kirche wie auch der evangelischen Kirche nach 1945 bestimmte. „Die Barmer Theologische Erklärung ist ein protestantischer Schlüsseltext und auch heute eine hervorragende Quelle evangelischer Orientierung.“ (Wolfgang Huber)

Sie ist Chance und Verpflichtung gleichermaßen - darauf weist der letzte Satz in der Ausstellung „Gelebte Reformation. Die Barmer Theologische Erklärung“ hin: „Wer glaubt, übernimmt Verantwortung - auch heute.“ Christen stehen in der Verpflichtung, ein wachsames Auge auf Kirche und Gesellschaft zu haben und sich einzumischen, wo es nötig wird. „Hoffen wir‘s, dass der Ton, der dort angeschlagen worden ist, nun doch nicht ganz verhallt sein möge, und dass er vielleicht wieder einmal stark werden möchte.“ (Karl Barth, Interview, 1967)

Bild: Entwurf Karl Barths zur VI. These, (c) sonntagsblatt.de

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Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte.
Epheser 1,9